Mehr Google-Bewertungen entstehen, wenn Sie direkt nach einem guten Erlebnis fragen und einen kurzen Link oder QR-Code anbieten. Verboten sind gekaufte oder erfundene Bewertungen, Belohnungen für Bewertungen und das gezielte Aussortieren unzufriedener Kunden. Antworten Sie auf jede Bewertung, sachlich und ohne persönliche Daten.
Warum Google-Bewertungen so viel bewirken
Bewertungen sind oft das Erste, was Kunden über Ihr Unternehmen sehen. Sie entscheiden mit, wer angerufen wird. Google nennt Bewertungen in seinen Tipps zum lokalen Ranking ausdrücklich als Teil der Bekanntheit eines Unternehmens.
Auch KI-Assistenten greifen bei Empfehlungen häufig auf Bewertungsportale zurück. Ein Unternehmen mit vielen aktuellen, echten Bewertungen ist für Menschen und Maschinen leichter einzuschätzen.
So fragen Sie richtig
- Zeitpunkt: direkt nach einem guten Erlebnis, etwa bei der Abnahme, nach dem Termin oder mit der Rechnung.
- Persönlich: Eine kurze, persönliche Bitte wirkt mehr als eine automatische Massenmail. „Wenn Sie zufrieden waren, würden wir uns über eine kurze Bewertung freuen“ genügt.
- Einfach: Im Google-Unternehmensprofil finden Sie einen Link zum Teilen, mit dem Kunden direkt zum Bewertungsformular kommen. Daraus lässt sich ein QR-Code für Theke, Visitenkarte oder Rechnung erstellen.
- Alle fragen: Fragen Sie alle Kunden, nicht nur die, von denen Sie fünf Sterne erwarten.
Wichtig: Kunden brauchen ein Google-Konto, um zu bewerten. Drängen Sie niemanden, der das nicht möchte.
Was verboten ist
Google verbietet in seinen Richtlinien für Beiträge unter anderem gefälschte Inhalte, Bewertungen gegen Belohnung und Bewertungen durch Mitarbeiter oder den Inhaber selbst. Auch das gezielte Ansprechen nur zufriedener Kunden, um negative Bewertungen fernzuhalten, ist nicht erlaubt.
In Deutschland kommt das Wettbewerbsrecht hinzu. Der Anhang zum UWG verbietet unter anderem, gefälschte Bewertungen abzugeben oder in Auftrag zu geben und Bewertungen falsch darzustellen (insbesondere Nummer 23c). Gekaufte Bewertungen können also nicht nur zur Sperrung führen, sondern auch abgemahnt werden.
| Vorgehen | Einschätzung |
|---|---|
| Alle Kunden freundlich um eine ehrliche Bewertung bitten | erlaubt |
| QR-Code an der Theke oder auf der Rechnung | erlaubt |
| Rabatt oder Gutschein für eine Bewertung | nicht erlaubt |
| Nur zufriedene Kunden zum Bewerten schicken | nicht erlaubt |
| Bewertungen kaufen oder von Bekannten schreiben lassen | nicht erlaubt |
Auf Bewertungen antworten
Antworten Sie auf jede Bewertung. Ein kurzer Dank für positive Bewertungen zeigt, dass Sie zuhören. Bei Kritik gilt: ruhig bleiben, sachlich antworten, ein Gespräch anbieten und keine persönlichen Daten oder Details zum Auftrag nennen. Ihre Antwort lesen vor allem zukünftige Kunden, nicht nur der Verfasser.
Verstößt eine Bewertung gegen die Richtlinien, etwa weil sie beleidigend ist oder offensichtlich nicht von einem Kunden stammt, können Sie sie in Ihrem Unternehmensprofil melden. Eine Bewertung, die Ihnen nur nicht gefällt, wird nicht entfernt. Mehr zum Umgang mit Portalen steht im Ratgeber Bewertungsportale.
Ihre Wochenroutine für mehr Bewertungen
Mit einer festen Routine wird das Thema zur Gewohnheit statt zur Pflicht:
- Jeden abgeschlossenen Auftrag mit einer kurzen Bitte um Bewertung beenden.
- Einmal pro Woche alle neuen Bewertungen beantworten.
- Einmal pro Monat prüfen, ob der Bewertungslink noch funktioniert und der QR-Code gut sichtbar ist.
Ob Ihre Bewertungen auch in KI-Empfehlungen ankommen, zeigt der kostenlose KI-Check. Er fragt ChatGPT, wen es in Ihrer Branche und Stadt empfiehlt.
Häufige Fragen
Darf ich Kunden für eine Bewertung einen Rabatt geben?
Nein. Google verbietet Belohnungen für Bewertungen, und gekaufte oder beeinflusste Bewertungen können auch wettbewerbsrechtlich problematisch sein. Bitten Sie stattdessen alle Kunden freundlich um ihre ehrliche Meinung.
Kann ich negative Bewertungen löschen lassen?
Nur, wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstoßen, etwa durch Beleidigungen oder gefälschte Inhalte. Dann können Sie die Bewertung melden. Eine sachliche Antwort auf berechtigte Kritik wirkt auf neue Kunden oft besser als eine perfekte Bewertungsliste.
Wie viele Bewertungen brauche ich?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtiger als eine hohe Zahl sind regelmäßige, aktuelle und echte Bewertungen. Vergleichen Sie sich mit den Mitbewerbern, die bei Suchen in Ihrer Stadt oben stehen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Google: Richtlinien für Beiträge und Rezensionen
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Anhang
- Google: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings
- Nalqerio: kostenloser KI-Check
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